Q2-Schüler/-innen im Kampf gegen die Flüchtlingskrise

Am 29.11.2018 hatten wir, die Sowi Grundkurse der Q2, die Ehre an einem Ausflug nach Düsseldorf zur „Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen“ teilzunehmen.

 

Nachdem wir unsere Ausweise am Eingang bekommen haben, wurden wir freundlich von den Teamleiterinnen Frau Kielisch und Frau Reith-Sen in den Präsentationsraum aufgenommen, der wie ein Sitzungsraum gestaltet war. Als wir uns dann hinsetzten, fühlten wir uns schon wie Politiker und  Ali neben mir wirkte plötzlich wie der Politiker Herr Schulz.

Um 10:00 Uhr begann dann der Spaß. Thema des Tages: Die Flüchtlingskrise!

Zunächst wurden wir darüber aufgeklärt, wo wir uns überhaupt befinden und was das Ziel dieses Projekts ist: Wir sollten lernen, uns Handlungskompetenz zu verschaffen und uns eine eigene Meinung zu politischen Ereignissen bilden.

Nach dieser Einleitung sollten wir von unseren Parlamentsplätzen aufstehen und uns in der Mitte versammeln. Daraufhin haben wir die Bilder betrachtet, die auf den Boden lagen, und uns eins ausgesucht, dass uns besonders angesprochen hat, um darüber was erzählen zu können:

Dabei haben wir festgestellt, dass einige Bilder mehr als tausend Worte sagen.

Im Folgenden ging es weiter zur nächsten Aufgabe: Dabei haben wir uns gemeinsam Aussagen durchgelesen und uns positioniert, ob diese richtig oder falsch sind. Dabei kamen traten für uns unglaublichen Fakten zu Tage. Beispielsweise wussten wir bisher nicht, dass ein Flüchtling 15 Monate warten muss bis er das Recht hat, arbeiten gehen zu dürfen; aber selbst dann ein Staatsangehöriger bevorzugt werden muss.

Nun kam es endlich zum Planspiel auf das wir alle lange warteten.

Bei diesem Spiel hatten wir die Ehre in die Rolle von EU-Präsidenten, Staatschefs von Mitgliedsstaaten der EU oder Pressevertretern zu schlüpfen. Ich, zum Beispiel, war für einen Tag Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Es entstanden letzten Endes Schlagzeilen wie:

„Polen will einen Extrakuchen“ und „Griechenland wirkt undankbar“.

Um unsere Positionen auch ausführlich spielen zu können, haben wir Texte zu den jeweiligen Mitgliedsstaaten bekommen.

Nach einer Vorbereitungszeit begann das Planspiel: Jedes Land sollte sich kurz vorstellen und seine Position präsentieren. Daraufhin begann die Diskussion über die Flüchtlingskrise, die an manchen Stellen, auf Grund zu starker Rollenidentifizierung, teilweise auch etwas eskaliert ist. Genau diese Stellen waren für uns Schüler/-innen aber am lustigsten, da wir selber gemerkt haben, wie schwer es ist mit allen 24 Mitgliedsstaaten Kompromisse zu finden. Dabei sind einige an ihre mentalen Grenzen gelandet, da es sehr spannend und interessant war, die vorgegebene Position durchzusetzen.

Auch wenn es vielen schwer fiel, musste die Diskussion beendet bzw. vertagt werden und es wurde Zeit aus den Rollen heraus zu schlüpfen.

Schließlich war dieser Projekttag ein erfolgreiches Erlebnis für uns alle, da dadurch unser demokratisches Bewusstsein gefördert wurde und wir uns nun besser vorstellen können, wie eine Sitzung des Europäischen Rates abläuft.